Ein Stolperstein zum Gedenken an Alfred Hitz

Veröffentlicht am 19.12.2017 in Gesellschaft

Julia Klewin und der Vorsitzende der SPD Essen Thomas Kutschaty, MdL vor dem Stolperstein zum Gedenken an Alfred Hitz

In Gedenken an den Sozialdemokraten Alfred Hitz wurde vor seinem ehemaligen Wohnhaus auf der Vöcklinghauser Straße 15 ein Stolperstein verlegt. Neben diesem wurden im Essener Stadtgebiet auf Initiative der SPD Essen und in Kooperation mit dem Historischen Verein insgesamt sieben Stolpersteine eingeweiht, um an all jenen zu gedenken, die dem Terror des Naziregimes durch Deportation, Folter und Ermordung zum Opfer gefallen sind.

Unter dem Motto „Der Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem zuletzt selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Somit erinnert jeder Stolperstein an einen Menschen, der im deutschen Namen ermordet wurde.

Eingeweiht wurde der Stolperstein für Alfred Hitz von dem Vorsitzenden der Essener SPD Thomas Kutschaty und Julia Klewin, die für die SPD Rüttenscheid den ermordeten Sozialdemokraten in einer Rede würdigte. „Dieses Jahr feiert die SPD ihr 150-jähriges Jubiläum. Dass dies aber nicht nur ein Anlass zum Feiern ist, sondern auch zum Gedenken an all jene, die im Widerstand ums Leben gekommen sind, soll mit der heutigen Verlegung des Stolpersteins betont werden“, so Klewin. Geschichten wie die von Alfred HItz seien eine Erinnerung daran, wie wichtig eine gelebte Erinnerungskultur sei.

Alfred Hitz wurde am 21.6.1908 in Essen geboren und wuchs in Duisburg auf. Nachdem er zunächst in der Landwirtschaft tätig war, wurde er später Bergmann auf der Zeche Diergardt-Mevissen. Er war Mitglied der IG Bergbau, der SPD und des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Nach der Machtergreifung Hitlers gehörte Alfred Hitz zum Lesezirkel um Hermann Runge und war im Widerstand aktiv. Hier baute er einen Kurierdienst zwischen den Niederlanden und dem Niederrhein auf, um Schriften gegen die Nationalsozialisten einzuschmuggeln und an die anderen SPD-Mitglieder zu verteilen. Alfred Hitz zog am 21.6.1935 nach seiner Hochzeit mit seiner Frau zurück nach Essen in die damalige Karolinenstraße. Bereits am 24.6.1935 wurde er von der Gestapo verhaftet und im Polizeigefängnis Duisburg gefoltert. Er starb am 4.7.1935 während eines Verhörs im Gefängnis.

 

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