Information ist kein Verbrechen

Veröffentlicht am 20.01.2021 in Allgemein
 

Kristina Hänel darf als Ärztin nicht über Schwangerschaftsabbrüche informieren - Wir aber schon, was wir hiermit gerne machen. Beim OLG Frankfurt hatte die Ärztin nach dem Urteil des Landgerichts Gießen Revision eingelegt. Sie hatte auf ihrer Homepage alle notwendigen Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen, die sie in ihrer Praxis durchführt, zur Verfügung gestellt und musste sich dafür vor Gericht verantworten, weil dieses Vorgehen nach aktueller Rechtslage als „Werbung für Schwangerschaftsabbrüche“ gilt. Auch der im Bundestag zwischen CDU/CSU und SPD verhandelte Kompromiss hilft in diesem Zusammenhang auch überhaupt nichts, wovor viele Frauen und Aktivist*innen immer gewarnt haben. Dieser Kompromiss stellt nämlich schon die bloße sachliche Information über das „Ob“ und „Wie“ einer Abtreibung unter Strafe. Deshalb sah sich Kristina Hänel gestern gezwungen, alle Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen von ihrer Homepage zu nehmen. Diese Informationen wir aber veröffentlichen, was wir hiermit gerne machen. 

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