SPD Rüttenscheid fordert mehr Flächen für Spielplätze, Kitas und Grundschulen

Veröffentlicht am 18.05.2021 in Allgemein
 

Pressemitteilung - Essen, den 17.05.2021

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wächst und zahlreiche Neubauten im Stadtteil erhöhen den Bedarf an Spielflächen, Kita-Plätzen und Grundschulplätzen. Die Zahl der geplanten OGS-Plätze, auf die es ab 2025 einen Rechtsanspruch gibt, ist nicht annähernd erreicht. Die SPD Rüttenscheid sieht hier einen enormen Nachholbedarf der Stadt Essen.

„Grundschulen platzen schon derzeit aus den Nähten, 30 Schüler*innen auf 55 qm sind nicht hinnehmbar; das ist ein Desaster“, so Julia Klewin, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rüttenscheid. „Zu wenige Spielplätze, nicht annähernd genügende OGS-Plätze, zu wenige U3-Betreuungsplätze; die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf.“ „Es ist unsere Aufgabe als SPD, die soziale Infrastruktur im Blick zu behalten und wenn nötig zu handeln“, ergänzt Barbara Hofmann, zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks II. Daher stellte die SPD-Fraktion in der Februarsitzung der Bezirksvertretung einen Antrag auf aktuelle Zahlen, insbesondere vor dem Hintergrund der zahlreichen Bebauungsmaßnahmen. Ob Spielplatzangebote, KiBitz-Plätze oder Grundschule: Schon jetzt mangelt es. „Mit den derzeitigen Baumaßnahmen verschärft sich die Lage und wir brauchen aktuelle Ist-Zahlen, um notwendige Anpassungen auf den Weg zu bringen“, so Hofmann.

Aktuelle Zahlen wurden von der Verwaltung noch nicht vorgelegt. Die derzeitigen Planungen fokussieren bei freiwerdenden Flächen regelhaft auf weiteren Wohnungsbau. Die Lebensqualität eines Stadtteils bemisst sich aber nicht nur an der Zahl der verfügbaren Wohnungen, sondern insbesondere auch an Betreuungsangeboten, öffentlichen Räumen und sozialer Balance. Wo aber ist Platz verfügbar für mehr Spielplätze oder kleinere Klassen? „Die Verwaltung muss uns freie bzw. freiwerdende Flächen aufzeigen. Im Zuge von Neubaumaßnahmen muss die soziale Infrastruktur gleich mitgedacht werden; nicht erst bauen und dann schauen, was fehlt! Dafür ist die Verdichtung insbesondere in Rüttenscheid mittlerweile schon zu hoch“, stellt Julia Klewin fest.

Die Politik muss hier aktiv werden, meint die SPD. Der Antrag an die Verwaltung nach aktuellen Ist-Zahlen innerhalb der sozialen Infrastruktur im Bezirk II wurde einstimmig angenommen. Das Thema ist zu wichtig, um es auf die lange Bank zu schieben oder mit veralteten Zahlen zu jonglieren. Ob ÖPNV, medizinische Nahversorgung, Begegnungsräume oder Bildung: Die Schlinge zieht sich zu, insbesondere in Rüttenscheid. „Auch diese Bereiche sind wichtig für die weitere Entwicklung und müssen im Blick bleiben, wenn Stadtteile wachsen“, so Barbara Hofmann.