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Bebauung am Quartier Girardet: Ohne Bürger*innenbeteiligung geht nichts

04.07.2018 - Die SPD Rüttenscheid bewertet das geplante Bauvorhaben unterhalb des Girardethauses an der Wittekindstraße als kritisch und begrüßt eine Aufschiebung des Planungsvorgangs. Die ersten Details seien nicht ausreichend durchdacht. Eine zentrale Forderung sei eine frühzeitige Bürgerbeteiligung.

Rüttenscheid ist einer der wachsenden Stadtteile in Essen, was zu massiven Plänen für eine weitere Bebauung führt. „Diese Attraktivität des Stadtteils und die Bebauung dürfen aber nicht zu einem Verdrängungseffekt führen“, so Julia Klewin, die Vorsitzende der SPD Rüttenscheid. Eine Kernforderung sei hierbei der soziale sowie generationengerechte Wohnungsbau von mindestens 30 Prozent, um das Quartier für alle bezahlbar zu machen und sozial gerecht zu gestalten.

Dementsprechend kritisch betrachtet die SPD die Pläne zur Bebauung im Bereich unterhalb des Girardethauses an der Wittekindstraße. Insbesondere eine frühzeitige und umfangreiche Bürgerbeteiligung sei nötig, um die Anwohner nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Hier wünscht sich die SPD Beteiligungsformen wie zum Beispiel Zukunftsforen und Planungsbuden, um die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils angemessen ins Boot zu holen und deren Ideen zu berücksichtigen.

Im Hinblick auf das Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs blieben noch einige Fragen im Raum stehen, die laut SPD Rüttenscheid geklärt werden müssen. Hierzu gehören sowohl ein Verkehrsgutachten, als auch ein Klimagutachten, welche die aktuellen Bebauungspläne mit berücksichtigen. Auch sei fraglich, ob wirklich ein siebenschossiges Gebäude nötig sei. Ebenso sei nicht geklärt, was mit dem Grugaradweg sowie mit den Messeparkplätzen passiere. “Eine Verlagerung dieser wäre absolut strittig und entspricht nicht unseren Vorstellungen eines zukunftsorientierten Straßenverkehrs in Rüttenscheid“, so Klewin. „Wir haben lange genug mit angesehen, wie der Verkehr in Rüttenscheid stetig zusammenbricht. Auch im Hinblick auf klimapolitische Ziele müssen laut SPD umfangreiche Alternativen wie Fahrradstationen angeboten werden, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Auto stehen lassen.